Kostenerstattungsverfahren

Wer sich auf die Suche nach einem Therapieplatz macht, muss in der Regel bei kassenzugelassenen Therapeuten mit einer langen Wartezeit von mehreren Monaten rechnen.

Da man es normalerweise Patienten nicht zumuten kann, so lange zu warten, gibt es die Möglichkeit des sogenannten Kostenerstattungsverfahren:

Krankenkassen sind laut Sozialgesetzbuch V §13 verpflichtet, Patienten rechtzeitig jede notwendige Behandlung zu garantieren. Bekommt der Patient keinen Therapieplatz bei einem niedergelassenen Therapeuten, müssen die Kassen demnach auch die Kosten für eine Therapie bei einem nicht kassenzugelassenen Therapeuten übernehmen, wenn dieser einen freien Therapieplatz hat.

Ablauf:

Zunächst finden fünf sogenannte “probatorische” Sitzungen statt, in denen Therapeut und Patient sich kennen lernen können. Der Therapeut stellt dann eine Diagnose und plant gemeinsam mit dem Patienten das weitere Vorgehen der Therapie. Die Kosten für diese Sitzungen muss der Patient zunächst selbst tragen. Anschließend kann aber bei der Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden. Wird der Antrag bewilligt, bekommt der Patient das Geld für die ersten fünf Sitzungen sowie für nachfolgende Therapiesitzungen erstattet.